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Volkskrankheit Schlafapnoe rechtzeitig erkennen

Stollberg

Im Rahmen ihrer ersten Patientenakademie am Donnerstag, den 16. November 2023, informierte die Klinik für Innere Medizin I am Erzgebirgsklinikum in Stollberg über das Krankheitsbild des Schlafapnoesyndroms. Chefarzt Dr. med. Andreas Glänzel sprach in seinem Vortrag über die Risikofaktoren, Symptome sowie die Diagnostik und Therapie der Volkskrankheit Schlafapnoe, von der mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind.

Betroffene leiden an häufigen Atempausen im Schlaf, die bei der häufigsten Form des Schlafapnoesyndroms, der obstruktiven Schlafapnoe, durch eine erschlaffte Muskulatur im Rachenraum und ein nach hinten Sinken der Zunge bedingt sind. Dadurch verschließen sich die Atemwege und der Körper wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dies führt nicht nur zu einem wenig erholsamen Schlaf und dem Risiko für Konzentrationsschwäche und Sekundenschlaf, sondern erhöht auch deutlich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie hohen Blutdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Unregelmäßiges, lautes Schnarchen kann ein Anzeichen für eine Schlafapnoe sein. Vor allem Männer in höherem Alter und mit Übergewicht sind davon häufig betroffen. „Um abklären zu lassen, ob eine Schlafapnoe vorliegt, sollte nach Überweisung vom Hausarzt eine Diagnostik im Schlaflabor stattfinden“, so Chefarzt Dr. Glänzel. Je nach Schweregrad und Art der Schlafapnoe existieren verschiedene Therapiemöglichkeiten. „Der Goldstandard der Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe ist die sogenannte CPAP-Therapie, die auch von den Krankenkassen getragen wird“, erklärt der Chefarzt.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Veranstaltungsteilnehmer die Gelegenheit, um Ihre Fragen mit Chefarzt Dr. Glänzel zu besprechen und sich die verschiedenen CPAP-Therapiegeräte und Therapiemasken von Schwester Chris aus dem Schlaflabor demonstrieren zu lassen.

Weitere Informationen:

Zentrum für Schlafmedizin und Beatmungstherapie