Das Erzgebirgsklinikum richtete auch in diesem Jahr zum 16. Mal sein traditionsreiches Onkologiesymposium aus. Unter dem Leitthema „Onkologie im Ganzen – vielfältig, multidisziplinär und über die Grenzen hinaus“ stand am 22. November die Veranstaltung ganz im Zeichen einer modernen, vernetzten und ganzheitlichen Krebsmedizin. In der Stadthalle Oelsnitz trafen sich Onkologen, Hausärzte, mittleres medizinisches Personal und Patienten sowie Betroffene zum Austausch über die Onkologie. Mehr als 90 Gäste konnten zu dieser interessanten Veranstaltung begrüßt werden.
Prof. Dr. med. habil. Stefan Hammerschmidt aus dem Klinikum Chemnitz berichtete über das neoadjuvante Konzept beim Lungenkarzinom. Chefarzt Dr. med. Sven Seifert aus dem Klinikum Chemnitz ergänzte dieses durch thoraxchirurgische Eingriffe nach neoadjuvantem Konzept. Durch Oberärztin Dr. med. Jaqueline Kiesel wurde dieses mit einem Patientenfall aus unserer Klinik vervollständigt. Oberärztin Dr. med. Regina Herbst, ebenfalls aus dem Klinikum Chemnitz, Bereich der Hämatologie / Onkologie, berichtete über die neuesten Veränderungen in der Therapie bei multiplem Myelom. Durch Oberarzt Dr. med. Thomas Plietsch wurde auch hier ein Patientenfall aus unserer Klinik vorgetragen, der die Leistungen der Klinik wiederspiegelte. Dr. med. Florian Mies aus unserem Onkologischen MVZ sprach über das Cholangiozellulärkarzinom und die Immuntherapie. Auch hier wurde durch die Fachärztin Christin Benthin eindrucksvoll eine Patientenkasuistik dargelegt. Nach einer kleinen Verschnaufpause wurde dann die Thematik der Palliativmedizin aufgenommen. Durch Oberärztin Andrea Clauß wurde die Thematik „Wollen wir zu viel?“ beleuchtet. Ergänzt wurde dies durch das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Patientenklientel der Geriatrie und Palliativmedizin durch Oberärztin Dr. med. Madlen Wünsch aus dem Klinikum Chemnitz. Den Abschluss fand Diplom-Psychologin Beate Hornemann aus dem Universitätsklinikum in Dresden in Ausführungen über die Empathie in der Palliativmedizin.
Es war eine sehr gelungene, abwechslungsreiche und lehrhafte Veranstaltung, die sehr gut demonstrierte, dass, wenn es eine gute Vernetzung aller Fachschaften in der Onkologie gibt, die Patienten optimal in ihrer Tumorerkrankung behandelt werden können. Man kann mit recht von einer Traditionsveranstaltung sprechen. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns motiviert, auch schon für das Jahr 2026 für das 17. Stollberger Onkologiesymposium Ideen zu entwickeln.
