Unter dem Motto „Leitlinie, Standards und Individualität in der Onkologie“ lud Chefärztin Dr. med. Elke Möbius, welche die wissenschaftliche Leitung innehatte, am 23.11.2024 zum 15. Onkologischen Symposium in die Stadthalle in Oelsnitz ein. Die Traditionsveranstaltung, welche immer in der Buß- und Bettagwoche stattfindet, verzeichnete mit 80 Teilnehmern eine große Resonanz. Die Fortschritte in der Krebsbehandlung sind heutzutage enorm. Trotz dieser dynamischen Therapieentwicklungen gibt es schlechte Prognosen für die Heilung. Gerade im Bereich der Magen- und Bauchspeicheldrüsenkarzinome. Dieser Thematik wurde sich im ersten Teil der Veranstaltung ausführlich gewidmet. Referenten waren neben Chefärztin Dr. med. Elke Möbius auch Dipl.-Med. Angelika Renziehausen von der Niederlassung Chemnitz, Oberärztin Dr. med. Jacqueline Kiesel sowie Chefärztin Dr. med. Kristin Tischendorf vom Erzgebirgsklinikum. Insbesondere wurden die neuen S3-Behandlungsleitlinien vorgestellt, die multimodalen Behandlungsmöglichkeiten anhand von Fallbeispielen erläutert und auf die operativen Möglichkeiten und das chirurgische Vorgehen unter Berücksichtigung der S3-Leitlinie beim Pankreaskarzinom eingegangen.
Zum Thema „Kasuistik zum metastasierten Magenkarzinom“ referierte Volha Poluyan von der Inneren Klinik II des Erzgebirgsklinikums. Den Abschluss des ersten Teils machte Chefarzt Dr. med. Lars-Olof Mügge vom Heinrich-Braun-Krankenhaus in Zwickau mit seinem Vortrag über die aktuellen Therapiestandards beim Magenkarzinom. Die Thematik rund um den Bereich der Palliativmedizin wurde im zweiten Teil des Symposiums in den Fokus gerückt. Die palliative Versorgung ist ein essenzieller Bestandteil der modernen Medizin. Ihr Ziel ist es, Menschen mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen ein würdevolles Leben zu ermöglichen, indem sie Schmerzen und andere belastende Symptome lindert. Diese ganzheitliche Behandlung von Patienten mit begrenzter Lebenserwartung stellt die Ärzte und Therapeuten immer wieder vor neue Herausforderungen. Gerade in der Therapie von fortgeschrittenen Tumorerkrankungen kommen Ärzte immer wieder an ihre Grenzen.
Über dieses Thema der Therapielimitierung bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen sprach Oberärztin Andrea Clauß. Was bei der Symptomkontrolle zu beachten ist und welche die wichtigsten Medikamente sind, die bei Palliativpatienten zum Einsatz kommen, dazu referierte abschließend an diesem Tag die Chefärztin Dr. med. Barbara Schubert vom St. Josef Stift in Dresden.
„Die moderne Tumortherapie befindet sich in einem rasanten Wandel – dank neuer Technologien und individualisierter Ansätze haben wir heute bessere Möglichkeiten als je zuvor, Krebserkrankungen effektiv zu behandeln und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern“, so Chefärztin Dr. med. Elke Möbius.
Auch im nächsten Jahr lädt das Onkologiesymposium wieder Kolleginnen und Kollegen zum Fachaustausch ein.
