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Kreistag beschließt Zielbild für das Erzgebirgsklinikum – vier Standorte mit klaren medizinischen Schwerpunkten

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Der Kreistag des Erzgebirgskreises hat am 7. Oktober 2026 das Zielbild für die künftige Entwicklung des Erzgebirgsklinikums beschlossen. Es sieht den Erhalt der vier Standorte in Annaberg, Stollberg, Zschopau und Olbernhau vor. Zugleich sollen ausgewählte medizinische Leistungen gebündelt und die Schwerpunkte der Häuser stärker aufeinander abgestimmt werden.

Ziel ist es, die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung im Erzgebirgskreis langfristig zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität des Klinikverbundes zu stärken. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Anforderungen an Qualität und Spezialisierung durch die Umsetzung der Krankenhausreform. Die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sowie die zunehmende Verlagerung von Behandlungen in den ambulanten Bereich erfordern eine Anpassung an die neuen gesetzlichen Bestimmungen.

„Unser Zielbild beschreibt, wie wir die medizinische Versorgung im Erzgebirgskreis auch unter veränderten Rahmenbedingungen langfristig sichern wollen. Vier Standorte bleiben dabei ein wesentlicher Bestandteil der Strategie unseres Verbundes. Gleichzeitig müssen wir unsere Strukturen so weiterentwickeln, dass medizinische Qualität, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität miteinander verbunden werden können“, erklärt Marcel Koch, Geschäftsführer des Erzgebirgsklinikums.

Die geplante Bündelung ausgewählter Leistungen soll die Erfahrung spezialisierter Teams und die vorhandene Ausstattung standortübergreifend besser und effizienter nutzbar machen. Der Erhalt der vier Standorte bedeutet dabei nicht, dass alle bisherigen Leistungen unverändert an jedem Haus angeboten werden.

Vorgesehen ist, die Regelversorgung in der Inneren Medizin und Allgemeinchirurgie an allen Standorten fortzuführen. Spezialisierte Leistungen wie künstlicher Gelenkersatz, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Leistungen aus dem zertifizierten Darmkrebszentrum sollen künftig innerhalb des Klinikverbundes konzentriert werden. Durch diese Aufgabenverteilung sollen spezialisierte Teams gestärkt und die medizinischen Angebote im Verbund besser aufeinander abgestimmt werden. Jeder Standort erhält dadurch Alleinstellungsmerkmale, die ihn in der Versorgung in der Region hervorheben. Die vier Zentralen Notaufnahmen an den Standorten Annaberg, Zschopau, Stollberg und Olbernhau bleiben unverändert bestehen.

Auf Grundlage dieser strategischen Entscheidung werden die einzelnen Maßnahmen und deren zeitliche Umsetzung konkretisiert. Dabei werden die fachlichen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen ebenso berücksichtigt wie notwendige Abstimmungen und Genehmigungen. Der Betriebsrat ist fortlaufend in die Planung und Ausgestaltung der Veränderungen einbezogen. Über konkrete Umsetzungsschritte wird das Erzgebirgsklinikum die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit informieren.