EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH

Pyramidenanschieben im EKA

30.11.2020

Am 27.11.2020 wurde im Erzgebirgsklinikum Annaberg der neue Schwibbogen, der in Zusammenarbeit mit ehemaligen und aktuellen Patienten erstellt wurde, erleuchtet. Bereits vor drei Jahren wurde als Psychiatrieprojekt eine Pyramide erbaut, welche seitdem in der Weihnachtszeit erstrahlt. Ins Leben gerufen hat diese Projekte mit sehr viel persönlichem Engagement Herr Chefarzt Dr. med. Ulrich Zönnchen. Er hat sich zum Ziel gemacht, einer Stigmatisierung in der Psychiatrie entgegenzuwirken und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie als Partner für Menschen in seelischer Not zu etablieren. Dabei ist die Kunst nicht die Verdrängung, sondern das Erkennen von seelischen Notlagen, die jedem Menschen gleichermaßen ereilen können. Jedem sollte das Recht zugesprochen werden, selbstbestimmt zu entscheiden, sich in professionelle Hilfe ohne Angst vor Vorurteilen zu begeben.

Das Anschieben unserer Pyramide hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Tradition entwickelt. Mitarbeiter grillten Bratwurst, die Bäckerei Seidel aus Gelenau backte den traditionellen Stollenkuchen im Großformat, ein Patienten-Mitarbeiter-Chor umrahmte das Programm mit erzgebirgischen Weihnachts- und Adventsliedern. Mitglieder der Bergkapelle Ehrenfriedersdorf gaben in bergmännischer Tracht dem Pyramidenanschieben seinen eigenen Charme. Beiträge von Patienten, von Mitarbeitern und von Herrn Steffen Götz, dem Projektleiter für den Pyramiden- und Schwibbogenbau, trugen zum Gelingen des besinnlichen, aber auch lustigen Pyramidenanschiebens bei. Eine Situation die heute unvorstellbar ist.

In diesem Jahr mussten wir aufgrund des Infektionsgeschehens auf diesen schönen Auftakt zur Weihnachtszeit leider verzichten. Auch die Einweihung des neuen Schwibbogens erfolgte still und beinahe unbemerkt.

Umso mehr sehen wir den neuen Schwibbogen als Zeichen der Hoffnung. Der Schwibbogen soll  für die an Corona erkrankten Patienten, deren Angehörige, für das Personal in unseren Kliniken, die in diesen schwierigen Zeiten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gedrängt werden, für die  Menschen, die durch die Kontaktverbote psychisch beansprucht  sind, die sich allein gelassen fühlen oder unter dem Druck von Zukunftsängsten keine Hoffnung für sich mehr erkennen, für die Menschen, die tagtäglich in der Verantwortung stehen, die richtigen Entscheidungen für das Wohl unserer Menschen zu  treffen,  hell erleuchten.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wird auch weiterhin die stationäre und teilstationäre Behandlung sicherstellen. Die ambulante Betreuung wird umso mehr für alle hilfesuchenden und vereinsamten Menschen ausgerichtet. Das Psychologen-Team hat eine Telefonsprechstunde eingerichtet und ist unter der Nummer (0 37 33) 80 18 40 erreichbar.

Der leitende Oberarzt, Herr Ralf Rasch entzündete den Schwibbogen und die Pyramide. Für ihn sei dies sowohl in seiner Position als Stadtrat als auch als Oberarzt ein Zeichen der Hoffnung in dieser Zeit, verbunden mit dem Wunsch, bald in einen normalen Klinikalltag wieder zurückzukehren.

Besonderer Dank gilt Herrn Steffen Götz für die Leitung der Projektgruppe, die Planung und technische Umsetzung, Frau Anett Meinert für die Bemalung des Schwibbogens, Herrn Günter Endt, den vielen Patienten, die die Holzarbeiten realisierten, der Ergotherapie unseres Hauses unter Leitung von Frau Jana Rollinger sowie Herrn Dr. Bernd Hentschel von der Firma HENKA aus Stollberg, der Baufirma Christian Guist und der Dachdeckermeisterei Rico Hanika aus Crottendorf.

 

Wir wünschen allen Menschen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.


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