EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH

Lauschangriff - wenn das Gehör versagt

Chefarzt Dr. med. Hilger von der Klinik für Hals-,Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Stollberg im Gespräch mit Katja Lippmann-Wagner vom Radio Erzgebirge

06.12.2019

In einer gut besuchten Gesundheitsakademie referierte Dr. med. Hilger aus Stollberg, Chefarzt einer der wenigen HNO-Kliniken in Sachsen, zu diesem Thema. Schwerhörigkeit erreicht spätestens im Alter fast jeden. Informationsverlust und Missverständnisse sind unmittelbare Folgen. Angst und Konzentrationsstörungen können zum Rückzug und zur Isolation des Betroffenen führen. Auch Depressionen können als Folge entstehen. Dass Knalltraumata ebenso wie dauerhaft zu hoher Schallpegel zu akuter Schwerhörigkeit führen können, ist bekannt. Ist die Schwerhörigkeit einmal eingetreten, ist die Ursache zu diagnostizieren. Operationen können zu Hörverbesserungen führen, wenn eine Veränderung an der Gehörknöchelchenkette oder eine chronische Entzündung des Mittelohres vorliegt. Ansonsten besteht die Möglichkeit einer Hörgeräteversorgung, deren Qualität sich in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Neue, aktive Mittelohrimplantate setzen direkt an den Gehörknöchelchen oder der Gehörschnecke an und erzeugen anstelle von Luftschwingungen Vibrationen und ermöglichen so das Hören. Knochenhörgeräte nutzen ebenfalls Vibrationen und leiten diese auf den Schädelknochen hinter dem Ohr weiter direkt ins Innenohr. Ein Cochleaimplantat einzusetzen, ist eine anspruchsvolle Operation. Dabei wird eine elektronische Hörprothese ins menschliche Innenohr (lat. Cochlea) eingebracht, um das Hörvermögen des Patienten wiederherzustellen. Wenn Sie oder Ihre Angehörige merken, dass Sie schlechter hören, gehen Sie zum HNO-Arzt Ihres Vertrauens. Vereinsamung durch Schwerhörigkeit muss nicht sein, es gibt genügend Möglichkeiten, diese auszugleichen, so Chefarzt  Dr. med. Hilger.


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