EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH

Betriebsausschuss diskutiert Eckpunkte der Fusion der kommunalen Kliniken des Erzgebirgskreises zur Erzgebirgsklinikum gGmbH

16.04.2021

Mit der geplanten Fusionierung der kommunalen Krankenhäuser Erzgebirgsklinikum Annaberg, Kreiskrankenhaus Stollberg und Klinikum Mittleres Erzgebirge in Zschopau und Olbernhau sollen zukunftsfähige Strukturen für die Krankenhausgesellschaften des Landkreises und damit für die medizinische Versorgung im Erzgebirge geschaffen werden. In der heutigen Sitzung des Betriebsausschusses wurden gemeinsam mit der Geschäftsführung der Gesellschaften die Rahmenbedingungen dieser Fusion diskutiert.

„Ziel der Fusionierung ist es, auch in Zukunft eine optimale medizinische Versorgung an allen vier Standorten zu gewährleisten und das medizinische Angebot schwerpunktspezifisch und im ambulanten Bereich zu erweitern“, erklärt Marcel Koch, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaften. Damit soll sowohl ein Mehrwert für die Bevölkerung als auch eine konkurrenzfähige Krankenhausgesellschaft geschaffen werden, die im künftigen Gesundheitsmarkt wirtschaftlich bestehen kann.

Zunächst wurde im Betriebsausschuss die Verschmelzungsrichtung thematisiert: geplant ist eine Seitwärtsverschmelzung der Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH (EKA) und der Klinikum Mittleres Erzgebirge gGmbH (KME) auf die Kreiskrankenhaus Stollberg gGmbH (KKH). Die fusionierte Krankenhausgesellschaft firmiert als Erzgebirgsklinikum gGmbH. Die bestehende Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge GmbH als Dachgesellschaft der bisherigen drei Gesellschaften soll zu einem späteren Zeitpunkt auf die Erzgebirgsklinikum gGmbH verschmolzen werden.

„Diesen Fusionsprozess können und wollen wir ohne Entlassungen umsetzen“, betont Koch. „Jeder Mitarbeiter an den vier Standorten kann auch in Zukunft einen Platz in der Erzgebirgsklinikum gGmbH finden.“ Die vier Häuser Annaberg, Stollberg, Zschopau und Olbernhau sollen dabei in jedem Fall erhalten werden. „Zudem soll es in der fusionierten Gesellschaft künftig einen Haustarifvertrag geben, der Lohnkürzungen ausschließt und insbesondere im Bereich der Ärzte und Pfleger ein konkurrenzfähiges Lohnniveau abbildet“, erklärt Koch.

Neben der Fusion der Krankenhausgesellschaft sollen auch die nichtmedizinischen Dienstleistungen der vier Häuser, wie unter anderem die Reinigung und die Speisenversorgung, vereinheitlicht und in zwei Tochtergesellschaften gebündelt werden. „Hierbei verfolgen wir vor allem das Ziel, keine weiteren Servicebereiche an externe Dienstleister auszulagern – wie es bisher gerade in Zschopau, Olbernhau und Annaberg der Fall war – sondern diese im Gegenteil wieder in die künftige Konzernstruktur der Krankenhausgesellschaft einzugliedern“, erklärt Koch. Zudem wird es auch im Bereich der Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) der aktuellen Gesellschaften strukturelle Veränderungen geben. So sollen alle Vertragsarztsitze der bisherigen MVZs, abgesehen von der Radiologie, künftig einer MVZ-Gesellschaft zugeordnet werden (bisherige Klinikum Mittleres Erzgebirge MVZ gGmbH). Alle radiologischen Vertragsarztsitze sollen in der künftigen Erzgebirgsklinikum gGmbH als MVZ weitergeführt werden.

Der Beschluss der genannten Punkte im Betriebsausschuss wurde kurzfristig verschoben, da die Landesdirektion eine Befangenheit befürchtet bezüglich Interessenkonflikten zwischen einer Tätigkeit als Mitglied im Aufsichtsrat und im Kreistag. So würden einzelne Ausschussmitglieder mit der Fusion ihr Mandat in einem der Aufsichtsräte verlieren. Dieser Sachverhalt soll zunächst nochmals geprüft und mit der Landesdirektion diskutiert werden.

Die Beschlussfassung soll am 28. April 2021 erfolgen. Damit wird die Geschäftsleitung der Krankenhausgesellschaften den offiziellen Auftrag erhalten, die Verschmelzung zur Erzgebirgsklinikum gGmbH weiter voranzubringen. Der nächste Schritt ist dann der für den 7. Juli 2021 geplante Beschluss der Fusion im Kreistag.

Dialogangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Veränderungsprozess, der mit einer solchen Fusion einhergeht, ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer auch mit Unsicherheiten, Sorgen und einer Vielzahl an Fragen verbunden. „Um den Mitarbeitern die Verunsicherung zu nehmen, ist es uns wichtig, das Gespräch mit den Beschäftigten direkt zu führen und nicht einzeln über Dritte“, betont Christiane Porges. Deshalb möchte die Geschäftsführung den Mitarbeitern der vier Häuser ein Dialogangebot machen:

Zu all Ihren Fragen stehen Ihnen Marcel Koch, Christiane Porges und Andrea Morzelewski in einer digitalen Frage-Runde am Freitag, dem 23. April 2021, um 14.00 Uhr Rede und Antwort.

Die Veranstaltung findet als Live-Stream statt. Der Link sowie weitere Informationen zum Live-Stream werden rechtzeitig über das Intranet der einzelnen Häuser bekannt gegeben. Ihre Fragen können Sie vorab per E-Mail senden an: fusion@erzgebirgsklinikum.de oder alternativ nach einer Anmeldung live im Chat stellen.

Mitteilung im PDF-Format

Videobotschaft der Geschäftsführung an alle Mitarbeiter zur Fusion der kommunalen Kliniken


« zurück
Babygalerie
Babygalerie
Aktuelles
Aktuelles
Weiterbildung
Weiterbildung
Videoclip
Videoclip