EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH

Krankenhausgesellschaft Sachsen appelliert: Investitionen in die Zukunft sächsischer Krankenhäuser dringend notwendig!

Herr Dr. Stephan Helm, Geschäftsführer Krankenhausgesellschaft Sachsen

12.03.2014

Gegenwärtig sichern 80 Krankenhäuser in Sachsen den Menschen den wohnortnahen Zugang zu ambulanter oder stationärer medizinischer Versorgung 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. Auch in Zukunft wollen die Krankenhäuser die bestmögliche Versorgung ihrer Patienten gewährleisten. Dabei sind sie ständig um Verbesserung der Qualität bemüht.

In vielen Städten und Landkreisen des Freistaates ist das Krankenhaus größter Arbeitgeber und ein Stabilitätsanker für den lokalen Arbeitsmarkt. Über 47.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Krankenhäusern tätig, damit ca. 4 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Sachsen. Hinzu kommen ca. 4.800 Ausbildungsplätze für Gesundheitsberufe.

Die Situation der alternden Gesellschaft verschärft die schwierige wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser, die die kaufmännisch Verantwortlichen zum achtsamen Umgang mit knappen Ressourcen, zur ständigen Suche nach Wirtschaftlichkeitsreserven und zur Auseinandersetzung mit Kostenträgern zwinge.
In diesem Kontext eine Balance zu finden, ist die Herausforderung, der Krankenhäusern sich zu stellen haben.

Damit ein Gleichgewicht hergestellt werden kann, brauchen die Krankenhäuser schnell langfristig angelegte nachhaltige Rahmenbedingungen. Insbesondere erwarten die sächsischen Krankenhäuser von der Bundes- und Landespolitik Weichenstellungen, die dafür Sorge tragen, dass

  1. der rechtliche Anspruch auf Finanzierung der Investitionskosten durch Fördermittel sichergestellt ist;
  2. die von der Politik angekündigte Qualitätsoffensive und die Kosten der Umsetzung refinanziert werden;
  3. tarifbedingte Personalkostensteigerungen nachhaltig finanziert werden können.


Aus Sicht der KGS ist auch in sächsischen Krankenhäusern die jetzige Situation außerordentlich angespannt.

Zugleich appellieren die sächsischen Krankenhäuser an die Landesregierung, sich klar zur Verantwortung zu bekennen und den massiven Rückzug aus der Investitionsfinanzierung unverzüglich zu stoppen. Mit Blick auf den ermittelten jährlichen Investitionsbedarf von ca. 233,5 Mio. EUR in sächsischen Krankenhäusern im Kontext zum 31.12.2014 auslaufenden Sonderinvestitionsprogramm nach Artikel 14, drängen die sächsischen Krankenhäuser auf konkrete Lösungen.


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